Solarfonds Vergleich

Solarfonds Vergleich

Aufgrund von Inflationsrisiken suchen immer mehr Investoren nach Geldanlagen in Sachwerten. Insbesondere Unternehmensbeteiligungen und Fonds, die nicht an der Börse gehandelt werden, können einen guten Schutz vor Inflation bieten. Eine besondere Stellung nehmen hierbei Kraftwerke ein, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden, denn Sie erhalten über zwanzig Jahre staatlich garantierte Einspeisevergütungen oder der Strom kann am freien Markt verkauft werden, wenn hier höhere Preise zu erzielen sind.

Solarkraftwerke bieten eine ausgereifte Technik, haben wenig Verschleißteile und sind wartungsarm. Doch auch diese Beteiligungen unterliegen verschiedenen Risiken und müssen deshalb sorgfältig geprüft werden. Eine Orientierung hierbei ermöglicht der Solarfonds Vergleich.

I. Angebote prüfen

1. Qualität der Anlagen

Eine sorgfältige Planung, die Qualität der einzelnen Komponenten und eine professionelle Leistungsüberwachung sind die Grundvoraussetzungen, auf die der Investor achten sollte.

2. Ertragsgutachten

Entscheidend für den Erfolg ist die Prognose des Stromertrags der Anlage. Für jede einzelne Solaranlage sollten mindestens zwei Ertragsgutachten von unabhängigen Gutachtern vorliegen. Auf dieser Grundlage haben Investoren die Möglichkeit die Rentabilitätsberechnungen zu beurteilen.

Das Ertragsgutachten muss zunächst die zu erwartende Sonneneinstrahlung des gewählten Standortes und den Wirkungsgrad berechnen. Weiterhin spielt der Wirkungsgrad der verwendeten Solarmodule eine wichtige Rolle. Die Berechnungsgrundlagen der Gutachten sollten im Prospekt ausführlich dargestellt werden.

3. Leistungsüberwachung

Die Qualität der Module muss sofort nach dem Einbau zumindest stichprobenartig überprüft werden. Während des laufenden Betriebs muss die Leistung ständig durch eine entsprechende Messtechnik auf Plausibilität überprüft werden. Eine Videokontrolle und die Datenübertragung ermöglichen eine Fernüberwachung, zu der auch die Investoren Zugang bekommen können. Doch auch regelmäßige Sichtkontrollen sind zur nachhaltigen Qualitätssicherung notwendig.

4. Kalkulation

Anleger sollten auf eine konservative Kalkulation achten. Wurden genügend Sicherheitsabschläge für Leistungsstörungen etc. einberechnet? Wie wurde die Fremdfinanzierung kalkuliert? Gibt es eine Rücklage für den Rückbau am Ende der Fondslaufzeit?

II. Der Markt für Solarbeteiligungen

Solarbeteiligungen

Der Solarmarkt ist in den letzten Jahren sehr schnell gewachsen. Durch die guten Rahmenbedingungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes haben sich Solarfonds in Deutschland zu einer ökologisch und finanziell nachhaltigen Geldanlagemöglichkeit entwickelt. Investoren können aus einer großen Anzahl von Solarfonds auswählen.

Solarfonds sind geschlossene Fonds. Sie sind unabhängig vom Aktienmarkt und bieten gute Renditechancen. Die jährlichen Ausschüttungen bieten dem Anleger ein gut planbares Zusatzeinkommen, z. Bsp. auch zur Altersvorsorge. Durch die Nutzung von Solarenergie entstehen bei der Stromerzeugung keine umwelt- und klimaschädlichen Emissionen. Durch den überall steigenden Energieverbrauch und der Verknappung fossiler Energieträger ist die Stromerzeugung durch Solarenergie eine ökologisch und wirtschaftlich gebotene Alternative.

III. Investitionsstandort Deutschland

Deutschland ist in der Nutzung der Solarenergie und der Entwicklung von Solaranlagen immer noch führend. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland haben bisher diese Entwicklung stark begünstigt. Neuere Diskussionen um eine weitere Absenkung der Einspeisevergütungen lassen jedoch am Willen der Bundesregierung zweifeln, diesen positiven Trend weiterhin zu fördern. Die chinesische Solarindustrie steht heute qualitativ der Deutschen Produktion kaum noch nach. Der chinesische Staat schützt und fördert diesen Industriezweig. Hier sind auch die europäischen Regierungen gefordert.

1. Preisentwicklung

Die Preise für Solaranlagen sind weltweit in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Zur Preisentwicklung von schlüsselfertigen Photovoltaik-Anlagen in Deutschland möchten wir auf eine Tabelle verweisen, die aus einer Pressemeldung des Photovoltaik-Zentrums Michael Ziegler, Triefenstein, stammt:

2010 – ca. 2.740 Euro/kWp (Rückgang 20,58% ggüb. Vorjahr)
2009 – ca. 3.450 Euro/kWp (Rückgang 19,77% ggüb. Vorjahr)
2008 – ca. 4.300 Euro/kWp (Rückgang 10,42% ggüb. Vorjahr)
2007 – ca. 4.800 Euro/kWp (Rückgang 4,00% ggüb. Vorjahr)
2006 – ca. 5.000 Euro/kWp

2. Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz

Zum 1. Januar 2011 traten nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) neue Vergütungssätze in Kraft, nachdem schon in 2010 die Vergütungen unterjährig gekürzt wurden. Solarkraftwerke auf Ackerflächen werden bereits seit dem 1. Juli 2010 nicht mehr gefördert, jedoch Anlagen auf Konversionsflächen. Dachanlagen und Solarstrom zum Eigenverbrauch werden besonders gefördert.
Vergütungen bei Anschluss der Solarenergieanlage im Zeitraum 1.1.-31.12.2011:

Eigenverbrauch:

  • Anlagen an oder auf Gebäuden bis 30 kW = 12,36 Cent pro Kilowattstunde für den Anteil des Eigenverbrauchs bis 30 %; 16,74 Cent pro Kilowattstunde für den Anteil, der über 30 % hinaus geht
  • Anlagen an oder auf Gebäuden 30 - 100 kW = 10,95 Cent pro Kilowattstunde für den Anteil des Eigenverbrauchs bis 30%; 15,33 Cent pro Kilowattstunde für den Anteil, der über 30 % hinaus geht
  • Anlagen an oder auf Gebäuden 100 - 500 kW = 9,48 Cent pro Kilowattstunde für den Anteil des Eigenverbrauchs bis 30 %; 13,86 Cent pro Kilowattstunde für den Anteil, der über 30 % hinaus geht

Netzeinspeisung:

  • Anlagen an oder auf Gebäuden bis 30 kW = 28,74 Cent pro Kilowattstunde
  • Anlagen an oder auf Gebäuden, 30 - 100 kW = 27,33 Cent pro Kilowattstunde 
  • Anlagen an oder auf Gebäuden 100 - 1.000 kW = 25,86 Cent pro Kilowattstunde
  • Anlagen an oder auf Gebäuden ab 1.000 kW = 21,56 Cent pro Kilowattstunde
  • Anlagen auf versiegelten und Konversionsflächen = 22,07 Cent pro Kilowattstunde
  • Anlagen auf allen anderen Freiflächen, z. B. auf Gewerbeflächen oder längs von Autobahnen und Schienenwegen = 21,11 Cent pro Kilowattstunde

IV. Investitionsstandort Italien

Conto Energia IV

Solarfonds Italien

Am 3. März gab die italienische Regierung bekannt, dass die maximal geplante Zubaugrenze von acht Gigawatt einschließlich der angemeldeten Anlagen erreicht sei. Damit wurde das ursprünglich für 2013 geplante Ziel bereits 2011 erreicht. Das Ministerium verkündete im März, die Tarife des aktuellen Einspeisegesetzes (Conto Energia III) liefen zum 31. Mai 2011 aus und würden durch die des vierten Einspeisegesetzes (Conto Energia IV) ersetzt. Die Deckelung von acht Gigawatt für die solaren Förderungen bis 2013 sollte jedoch aufgehoben und deutlich erweitert werden.

Dabei unterschätzte die Regierung die Bedeutung von Planungssicherheit für die Investoren. Es folgten nach der Bekanntgabe des spontanen Endes des Conto Energia III spontane Proteste der Verbände. Man befürchtete, die Photovoltaik-Industrie stehe vor dem Aus.

Nach der Katastrophe von Fukushima am 11. März 2011 folgte auch in Italien ein erneutes Umdenken. Das italienische Ministerkabinett beschloss ein Moratorium zur Sicherheit der Bürger. Selbst der Chef des Atomverbandes Forum Nucleare Italiano sieht die Wahrscheinlichkeit zur Rückkehr zur Atomstromgewinnung in Italien bei höchsten 25 Prozent.

Das am 12. Mai 2011 veröffentlichte Conto Energia IV regelt die Abnahmepreise für Solarstrom bis zum 31. Dezember 2016. Solarkraftwerke erhalten in Italien eine zweigeteilte Förderung, den Basistarif, der sich nach dem Zeitpunkt des Netzanschluss richtet und über 20 Jahre gleichbleibend ab Anschlussdatum garantiert wird, und zusätzlich den freien Strommarktpreis, den der Stromverkauf am Markt erzielt. Da sich der Strompreis der Inflationsrate anpasst, ist damit zugleich ein Inflationsschutz gegeben.

Das Conto Energia IV sieht eine monatlich degressive Senkung der Vergütung für 2011 und eine halbjährliche Absenkung ab 2012 vor. Zudem endet am 31. Dezember 2016 die Förderung von Photovoltaikanlagen in Italien für Neuanlagen. Solarkraftwerke, die ab 2017 angeschlossen werden, erhalten dann ausschließlich die Vergütung des freien Strommarktpreises. Die italienische Regierung geht davon aus, dass Photovoltaikanlagen ab diesem Zeitpunkt auch ohne staatliche Förderung wirtschaftlich betrieben werden können.

Bei den Fördertarifen wird im Conto Energia IV zwischen Kleinanlagen, also Dachanlagen bis ein Megawatt, bzw. Freilandanlagen bis 200 Kilowatt und Großanlagen, also Dachanlagen ab ein Megawatt und Freilandanlagen größer 200 Kilowatt, differenziert. Für Kleinanlagen gibt es keine Volumenbegrenzung im Zubau. Großanlagen hingegen bekommen jedoch die Zubaugrenzen. Für den Zeitraum Juni bis Dezember 2011 ist ein Zubauvolumen von 300 Millionen Euro geplant. Wird eine Anlage in diesem Zeitraum angeschlossen, obwohl das Volumen aufgebraucht ist, kommt dieser Park in den Fördertarif der nächsten Periode.

Außerdem gibt es einen Bonus für Anlagen, die zu mindestens 60 Prozent der Komponenten in Europ gebaut wurden, aber auch für kleine Anlagen, in Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern. Auch für den Austausch von Asbestdächern sind Bonuszahlungen geplant. Die Bonuszuschläge sind allerdings nicht addierbar.

Das Conto Energia IV hat die Planungssicherheit für die Photovoltaikbranche wiederhergestellt. Der Weg zur Netzparität wird fortgesetzt. Die Vergütungen wurden zwar teilweise drastisch gesenkt, jedoch sanken auch die Systempreise für Photovoltaikanlagen in vergleichbarem Maße. Die Preise für Solarmodule sanken im letzten Jahr um rund 30 Prozent.

V. Investitionsstandort Spanien

Solarfonds Spanien

Spanien hat in mehrfacher Hinsicht eine Spitzenstellung als Standort für Solarenergieanlagen. Südlich gelegen, hervorragende Wetterverhältnisse mit ca. 3000 Sonnenstunden pro Jahr bietes es in Europa einzigartige Bedingungen zur Sonnenernte. Die Sonneneinstrahlung ist in großen Teilen Spaniens die höchste in Europa. Nur Portugal und Sizilien können ebenfalls mit einer solaren Einstrahlung von über 2.000 kWh pro Jahr bieten.

Zusätzlich verfügt Spanien über attraktive Höhenlagen. Die kühlere Bergluft erhöht den Wirkungsgrad der Solarmodule zusätzlich. Klimatisch betrachtet sind spanische Standorte im Vergleich zu deutschen Standorten wesentlich günstiger. Die besten deutschen Standorte erreichen 1.400 kWh jährlich, bei einem Stromertrag von 1.000 kWh/Jahr.

1. Die königlichen Dekrete das spanische EEG

Die Einspeisevergütung für Solarstrom ist in Spanien durch königliche Dekrete geregelt. Das erste königliche Dekret RD 436/2004, das auch die Einspeisevergütung für Solarstrom regelte, stammt aus dem Jahre 2004 und damit ein halbes Jahr älter, als das deutsche Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). In Spanien werden die Absenkungen der Einspeisevergütung in Abhängigkeit von der Marktentwicklung jährlich neu festgelegt.

Wie in Deutschland werden auch in Spanien die höheren Sätze für die Solarstromvergütung auf die Stromkunden umgelegt. Die Einspeisevergütung werden zunächst vom regionalen Netzbetreiber an den Eigentümer der Solaranlage ausbezahlt. Der Netzbetreiber schlägt die Mehrkosten dann auf den Stromtarif für die Endverbraucher auf.

2. Inflationsausgleich

Anders als in Deutschland werden Einspeisevergütungen jährlich an den spanischen Verbraucherpreisindex “IPC” angepasst . Hierdurch erfolgt ein weitgehender Inflationsausgleich.

VI. Finanzierung von großen Anlagen

Finanzierung Solaranlage

Landwirtschaftliche Betriebe und Industriebetriebe haben oft große Dächer, die ideal zur Nutzung der Solarenergie sind. Oftmals fehlen jedoch die finanziellen Möglichkeiten, selbst eine Solaranlage zu installieren. Für die Finanzierung von solchen großen Investitionsobjekten nutzen die Unternehmen die Möglichkeit von geschlossenen Solarfonds. Die Gesamtmittel werden durch den Verkauf von Fondsanteilen und Krediten aufgebracht.

Wenn das vorgesehene Investitionsvolumen erreicht ist, wird der Fonds geschlossen, d. h. es werden keine weiteren Investoren mehr angenommen. Geschlossene Fonds sind in der Regel langfristige Geldanlagen. Die Laufzeiten der meisten Solarfonds entsprechen der Dauer der staatlichen Einspeisegarantien. In letzter Zeit werden aber immer mehr sogenannte Kurzläufer herausgebracht. Bei diesen Fonds ist vorgesehen, die Anlagen in einigen Jahren weiter zu verkaufen und den Investoren den Verkaufserlös zusätzlich zu den Stromerlösen auszuzahlen.

Der Anleger zeichnet die Fondsanteile zu einem festen Betrag. Dafür erhält er jährliche Ausschüttungen, die von der Stromproduktion abhängig sind. Das angelegte Geld fließt so über die Jahre zurück. Werden die Anlagen nicht vorher verkauft, so muss am Ende eine Rücklage für den Rückbau vorhanden sein.

Ein wesentlicher Vorteil eines Solarfonds gegenüber dem Bau einer Solaranlage auf dem eigenen Dach besteht dadurch, dass die Beteiligung an einem Solarfonds einfacher umzusetzen ist. So können Investoren den Ausbau erneuerbarer Energien mit wenig persönlichem Aufwand voranbringen. Die Fondsgesellschaften übernehmen die gesamte Entwicklung, Überwachung, Wartung und Betrieb der Solaranlagen für den Anleger. Die Erfahrung der Fondsgesellschaft und Ihrer Partnerunternehmen sichern den Erfolg ab.

VII. Verkauf von Fondsanteilen und Zweitmarktfonds

Anders als bei offenen Fonds hat der Investor bei geschlossenen Fonds während der Fondslaufzeit keinen Anspruch auf Rückkauf seiner Fondsanteile. Es gibt jedoch einen immer besser funktionierenden Zweitmarkt. Häufig unterstützen die Fondsgesellschaften und die Vermittler auch den vorzeitigen Verkaufswunsch. Sogenannte Zweitmarktfonds kaufen gezielt Fondsanteile auf und bündeln diese wiederum zu einem Neuen Fonds.

VIII. Unterstützung und Information zur Entscheidungsfindung

Samuel Begasse

Laufend werden neue geschlossene Fonds im Bereich erneuerbare Energien angeboten. Samuel Begasse und sein ETHNARENT-Team haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Investoren Transparenz der Angebote zu verschaffen.

Einen hilfreichen Überblick bieten die Fondsvergleiche, insbesondere der Solarfonds Vergleich. Die aktuellen Fonds sind tabellarisch aufgelistet und ermöglichen einen schnellen Überblick über Laufzeiten und Erträge. Zu jedem Fonds gibt es zahlreiche Hintergrundinformationen. Downloads bieten Zugang zu Analysen, Prospekten und Zeichnungsunterlagen.

Die Fondsvermittlung findet im Fernabsatz statt. Der Investor bekommt alle relevanten Informationen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Gegenüber Beratungsorganisationen und Banken arbeitet ETHNARENT so mit geringeren Kosten. Dieser Kostenvorteil wird durch hohe Rabatte auf das Agio an die Investoren weitergegeben.

Außerdem unterstützt ETHNARENT regelmäßig Spendenprojekte. In 2010 und 2011 spendet ETHNARENT für jeden Neukunden den Gegenwert von 5.000 m2 Urwald. Neukunden von ETHNARENT erhalten als Geschenk eine symbolische Regenwaldurkunde.